Langeweile – nutzen Sie die Chance!

Heinz Mauch am 6. Oktober 2017 um 09:54

Der Grossteil der Manager (78 Prozent) denkt, dass sich die eigenen Mitarbeiter bei der Arbeit langweilen. Zu diesem Schluss kommt der auf Fach- und Führungskräfte spezialisierte Personalvermittler Robert Half in seiner aktuellen Arbeitsmarktstudie. Demnach glauben nur 22 Prozent der Vorgesetzten, dass sich ihre Mitarbeiter nie langweilen. (Quelle: werbewoche online 5. 10. 2017)

Der Eindruck der Manager dürfte nicht trügen, Langeweile ist tatsächlich etwas, das sich grundsätzlich mehr und mehr ausbreitet. In einer Multioptionsgesellschaft, wo von Kindheit an viel Energie investiert wird, dass keine Langeweile aufkommt, wird diese Langeweile mehr und mehr zum Problem.

Langeweile – heute doch nicht mehr

Unser heutiger Lebensstil ist durchsetzt mit kleinen Aktivitäten der Ablenkung via Smartphones, dabei durchdringen sich die Privat- und Arbeitssphäre mehr und mehr. WhatsApp-Nachrichten kommen auf der Baustelle und im Labor rein, Mails mit Anfragen am Sonntagnachmittag am See. Diese Veränderung der Kommunikation geschieht mit einer grossen Selbstverständlichkeit und führt zu einer Vermischung der Lebensbereiche, die in dem Moment, wo etwas nicht mehr gut läuft, fatale Auswirkungen haben kann.

Die Trennung von Privatleben und Arbeitsleben war jahrzehntelang das gängige Bild des arbeitenden Menschen. Diese Vorstellung ist grundsätzlich kaum 100 Jahre alt. Im vorletzten Jahrhundert bestimmte die Industrialisierung das Leben tausender von Menschen. Arbeit war das Zentrum 16 bis 18 Stunden. Privatleben war eine absolut rare Angelegenheit. Mit den Arbeitnehmerbewegungen kam dann nach und nach eine Verringerung der Arbeitszeit und da die Arbeit meistens nichts Erfreuliches war, musste das Privatleben das kompensieren. Im letzten Jahrhundert setzte sich dieser Prozess stetig fort und es wurde der private Teil selber zu einem wachsenden Wirtschaftszweig. „Saturday Night“ war das richtige Leben.

Arbeit war keine positiv besetzter Begriff und wurde es auch nicht, als sich die Bedingungen änderten. Die Arbeit ist notwendiges Übel zur Gestaltung der Freizeit. Diese Aufteilung hat sich in den letzten Jahren fundamental verändert. Die Digitalisierung brachte eine unglaubliche Flexibilisierung der Arbeit. Die Entwicklung von der Industrie- in die Dienstleistungsgesellschaft förderte den Trend. Arbeit ist jedoch nach wie vor eher negativ besetzt.

Langeweile ist gesund und macht krank

Selbständigerwerbende kennen die Durchdringung von Arbeit und Privat schon immer. Bauern müssen damit genauso klarkommen, wie kleine Gewerbebetriebe, wo Offerten und Rechnungen oft übers Wochenende geschrieben werden. Die Trennung von Arbeit (negativ) und Freizeit (positiv) ist ein Angestelltenproblem und damit ein Problem von Organisationen, die mit den technologischen Veränderungen nicht Schritt halten.

In den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderst erhielt die Vorstellung vom „Selbständigen Mitarbeiter“, von der „Unternehmerischen Mitarbeiterin“ Auftrieb. Diese Vorstellung von Mitarbeitenden beeinflusst jedoch die Ausgestaltung der Organisation. Vorbei ist die Zeit der BefehlsempfängerInnen. Es geht um Einbindung in Projekte, um eigenständige Vorgehensweisen und um selbständige Organisation von Aufträgen in Teams. Geblieben sind Kunden und Aufträge als unerlässliche Basis unternehmerischer Tätigkeit. Die Art und Weise der Auftragserfüllung ist jedoch vielfältiger geworden.

Langeweile macht dann krank, wenn sich Mitarbeitende nicht als wirkungsvoll erfahren und einfach als Ausführende ihre Arbeitszeit absitzen. Langeweile ist gesund, wenn Mitarbeitende sich als einflussreich, als mitprägend wahrnehmen und dann lernen müssen, dass etwas unter Umständen nicht ganz so schnell läuft, wie gedacht. Diese Empfindung von Langeweile kann Anstoss für weitere Ideen sein, oder zur Kontaktaufnahme und Anfrage, ob Unterstützung benötigt wird etc. Es kann auch der gottseidank günstige Zeitpunkt sein, sich mit etwas Liegengebliebenem zu beschäftigen, weil man warten muss.

Selbstbestimmter, wirkungsvoller arbeiten

Anfangen sich grundsätzlich zum Thema Organisation Gedanken zu machen!

In der Langeweile die Chancen erkennen

Wer in seiner Unternehmung Langeweile feststellt, MUSS sich unbedingt Gedanken über die Art und Weise der Arbeitsorganisation machen. Es lohnt sich hier, der grundsätzliche Einstieg in Überlegungen zur Organisationsgestaltung. Das muss nicht gleich ein umfangreicher Change-Prozess sein. Es kann mit Gesprächen mit den Mitarbeitenden beginnen. Darüber, was für Veränderungen sinnvoll sein könnten, wie sie das sehen würden, wo sie Bedarf erkennen. Da sprudeln die Lösungen nicht einfach hervor, viele Mitarbeitende sind, wie ihre Chefs, „Kinder“ der bestehenden Organisation und bevor da etwas geändert wird, wird lieber nichts geändert. Besser unbefriedigend und berechenbar als aufregend und unbestimmt. Da jedoch in den meisten Unternehmen verschiedene Altersgruppen arbeiten, gibt es auch Mitarbeitende, die verschiedene Organisationsformen kennen und mit jüngeren Vorstellungen vertraut sind. Hier kann die Diskussion unter den Mitarbeitenden gefördert werden. Sie muss nicht einfach „von oben“ her geführt, kann jedoch von oben her initiiert werden.

Langeweile ist ein guter Indikator für mögliche Veränderungen in der Organisation. Darin liegt die Möglichkeit, das Unternehmen „neu zu erfinden“ und sein Angebot fit für zukünftige Herausforderungen zu machen. Das heisst, sich marktwärts mit Blick auf die Organisation und mit Blick auf das Angebot entwickeln. Langeweile gehört dazu – langweilig wird es einem dabei kaum einmal.

Motivierte Mitarbeiter

Heinz Mauch am 28. September 2017 um 10:01

Seit Jahren ist die Mitarbeitermotivation eine immer wiederkehrendes Thema, das mit ausgeklügelten Seminaren und Coachings bearbeitet wird. Neben dieser reflektiven Lernebene hat sich in der Wirtschaft ganz pragmatisch ein Anreiz und Bonussystem etabliert, wo mit individualisierten Programmen der Belohnung die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter „bei der Stange“ gehalten werden. Einer, der sich schon seit Jahren gegen diese Entwicklung wehrt und gleichzeitig als Unternehmensberater von der Mitgestaltung unternehmerischer Kulturen lebt, ist Reinhard K. Sprenger, gesuchter und beliebter Referent an KMU-Tagen und anderen Unternehmertreffen.

Aus der Sicht von marktwärts trifft Sprenger ins Schwarze. Bonifikations- und Anreizsysteme kaschieren Führungsschwäche und führen zu einer aufgesetzten Verwöhnkultur, die grundsätzlich von allen (auch von den Geführten) durchschaut wird. Man nimmt die „Geschenke“, der Effekt der ersten Anerkennung ist längst verpufft und mit der Zeit macht sich sogar das Gefühl breit, man hätte Anrecht auf diese zusätzlichen Gratifikationen. Was heisst denn Führungsschwäche überhaupt? Führungsliteratur gibt es mittlerweile Stapelweise, Führungsausbildungen ebenso – und Führungsmythen und Begriffe wie „Leadership“ und „Governance“ werden variantenreich an Events dargeboten. Wirtschaft ist zum einen ein Treiber von gesellschaftlicher Veränderung zum anderen jedoch auch „ein Kind seiner Zeit“. Zur Zeit der Industrialisierung waren die Führungsbilder noch stark von autoritären Persönlichkeiten (Patrons) geprägt, die praktisch uneingeschränkt ihre Philosophie dem Unternehmen aufsetzten. Im Verlaufe des zwanzigsten Jahrhunderts wurde, verstärkt durch zwei Weltkriege, der Mythos der  Führerfiguren brüchig. Neben dem bürgerlichem Liberalismus gewannen sozialistische Ideen an Gewicht und veränderten die gesellschaftlichen „Realitäten“ von der Vertikalen mehr in die Horizontale und damit in Richtung Partizipation, sprich Mitbestimmung, Mitbeteiligung.

Die Zeiten der Patrons sind vorbei. Nicht vorbei sind die Zeiten der Menschen, die Gelegenheiten erkennen und wahrnehmen. Menschen, die aufgehen in ihrer Idee und überdurchschnittlich viel Zeit in deren Verwirklichung investieren. Diese Menschen sind angewiesen auf weniger „visionäre“ Persönlichkeiten, die jedoch in Zusammenhängen denken und aktuelle Bedingungen miteinander verbinden können. Und diese Menschen (ManagerInnen) sind wiederum darauf angewiesen, dass es Leute gibt, welche die kleinen Schritte tun, damit Zahlen und Zeitpläne auf dem Boden bleiben, Prototypen und Produkte/Angebote angeschaut und ausprobiert/getestet werden können, Protokolle und Berichte Entscheidungen festhalten, Märkte und Kontakte gesucht, gefunden und Rechnungen Dritter bezahlt werden. So wird ein Unternehmen. Der Geist der Start ups, wo überschaubare Teams sich auf eine Idee einlassen, ist schwer über Jahrzehnte zu halten. Was jedoch über Jahrzehnte zu halten ist, ist ein offener und respektvoller Umgang von ganz oben bis ganz unten im Unternehmen. Es ist die zentrale Sicht, dass jede und jeder in der Organisation, die den Namen des Unternehmens trägt, sinnvoll und wichtig ist. Und es ist unabdingbar, dass die Offenheit den frühen Einbezug in Veränderungen als ganz natürlich erscheinen lässt.

Animositäten, wo Leute sich bei der geringsten Kritik persönlich angegriffen fühlen, wo Leute permanent „den Chef“ heraushängen müssen, wo Gespräche verstummen, wenn ein Mitarbeiter den Raum betritt oder sich dem Kaffeeautomaten nähert, sind absolute Killer. Wenn es soweit ist, dann ist das Unternehmen daran, zur Institution zu werden, wo jede/r um seine Pfründe kämpft. Und dann braucht es plötzlich Anreize, die es dann aber für möglichst alle irgendwie braucht, was zu einem typisch institutionellen-komplexen Anreizsystem mit Freizeit, Boni und Geschenken führt, wo ein Überraschungsgipfeli mit Tee oder Wasauchimmer und ein herzliches Händeschütteln eigentlich genügen würde. Das ist naiv. Natürlich. Der andere Weg ist professionell und braucht HR-Kompetenz und Leadership und was sonst noch. HR-Kompetenz braucht es auch dort, wo man den Geburtstag der Kinder der Mitarbeiter nicht vergisst, wo Schulabschlüsse und besondere Erlebnisse im Leben der Familie der Mitarbeiter, bspw.Geburt, Todesfall, erfolgreiche Lehrabschlussprüfung der Tochter, bestandener Sprachkurs in der Migrosclubschule einer Mitarbeiterin (einfach so, privat besucht) bemerkt und „honoriert“ werden.

Was für eine Kultur braucht ein Unternehmen, damit man das alles weiss? Welchen Umgang pflegt man da miteinander, dass Menschen auf eine Kleinigkeit im Umfeld von Mitarbeitenden reagieren können? Und wie muss man sich verhalten, damit das nicht zur Masche wird, die nach dem dritten Mal als solche durchschaut und mit einem netten Lächeln zur Kenntnis genommen wird? Mitarbeiter sind Märkte. Nur wer seine Märkte liebt und deshalb wissen will, wie es ihnen geht, kann Angebote machen, die sinnvoll sind. Das sind nicht nur Waren. Das sind auch Worte, Gesten, Verhaltensweisen. Und dann entsteht Wertschätzung. Dann sind Menschen bereit, die Meile mehr zu gehen, ein Auge zuzudrücken, 5 gerade sein zu lassen. Sie müssen nichts beweisen, sie wollen zeigen, dass man sich auf sie verlassen kann. Sie werden selber unternehmerisch in ihrem Bereich.

Lebensqualität ist Umgangsqualität. Umgang mit Respekt und grundsätzlichem Vertrauen, das dem Gegenüber dieselben Rechte zuspricht, sich in die Beziehung aktiv einzubringen, schafft Lebensqualität. Geschenke, Bonifikationen, Gratifikationen kann es dann immer noch geben. Sie sind jedoch eine Folge des guten Verhältnisses untereinander im Unternehmen und nicht Voraussetzung zum Erhalt der Motivation der Menschen im Unternehmen. Leadership heisst, es beginnt bei mir und ich benötige andere, damit es gelingt. Ich kann über mich selber fluchen und lachen, ich kann danke sagen für alles, was gelingt und ich kann die Ehre des Gelingens der-dem- denjenigen zugestehen, die das ermöglich haben. Kurz: Ich habe keine Krone, die Zacken verliert, sondern eine, wo Zacken wachsen dürfen, weil andere dafür sorgen. marktwärts leben kann wehtun – der Schmerz ist der Anfang der Heilung.

Alleinsein – die Chance des Anfangs

Heinz Mauch am 7. Juli 2017 um 09:25

Ferienzeit – Erholungszeit. Raus aus dem Hamsterrad, Tapetenwechsel. Alle Jahre wieder bewegen sich Tausende aus ihrem Arbeitsalltag hinaus in eine Umgebung, die Erholung bringen soll. Das funktioniert zum Einen dadurch, dass Arbeit nach wie vor einen negativen Beigeschmack hat – und oft zurecht. Zum Anderen sind wir einfach so „gebaut“, dass das Immergleiche uns nicht mehr reizt und wir Neues brauchen, damit das Leben Sinn macht.

Es war diese Woche. Eine lockere Runde, Feierabendbier. Und dann die Frage, „was läuft so in den Ferien?“. Einer meinte, „bei mir nichts, ich muss meine Trennung verarbeiten.“ Er erzählte davon, wie gut es ihm gehe, alles da, Einkommen, Haus, Beziehung – und doch unzufrieden. „Irgendwie leer.“ Bei mir tauchten sofort Erinnerungen auf. Irgendwann um die Vierzig. Was kommt noch? Was will ich noch?

Ich denke, da müssen wohl alle durch. Und zwar mehr als einmal. Für mich lag die Lösung darin, mir mal bewusst Zeit für mich selber zu nehmen. Es war die Zeit, wo das Projekt „marktwärts“ entstand. Ich entdeckte ganz neu meine Geschichte. Sah, was mich geprägt hat und was nicht. Und ich erkannte die Wechselwirkungen, die mein Leben prägen. Was mache ich gerne, was vermeide ich? Was in meiner Umgebung schätze ich, was vermeide ich? Damals entstand das Gefühl, dass viele meiner Vorstellungen einfach von aussen an mich herangetragen worden waren und ich diese übernahm und so mein Leben führte. Tja, und irgendwann merkt man, dass sich die Dinge zu wiederholen beginnen. Und dann schleicht sich die Frage ein – wars das jetzt? Meine Antwort: „Das war es jetzt!“ Wir atmen täglich hundertemale ein und aus, unser Herz schlägt und schlägt – bis es aufhört. Immer gleich. Hoffentlich.

Der Weg beginnt immer bei mir

Die Herausforderung ist das Immergleiche. Es ist die Kunst, das Immergleiche neu zu entdecken, neu zu füllen und neu zu geniessen. Niemand kann raus aus seiner Haut. Doch wir alle können uns in unserer Haut immer wieder neu einrichten. Wir müssen uns immer wieder neu einrichten, denn das Leben wartet nicht auf uns. Marktwärts leben beginnt mit dem Austausch bei sich selber und führt dann über sich hinaus. Es geht nicht um Profit, es geht um Gewinn. Gewinn an Lebensqualität, weil ich mich selber als Kunde und als Lieferanten von Lebensqualität verstehen lerne.

Ferienzeit ist Chancenzeit. Sich selber neu begegnen. Nicht einfach fremde Städte und Länder entdecken, sich selber neu entdecken. Und sich selber neu er-FINDEN. Wir sind uns selbst der erste Markt. Wenn jede/r mit sich selbst immer wieder ins Reine kommt, dann verändert sich auch das Umfeld und damit die Sicht auf „das Leben“, das es als solches eigentlich nicht gibt. Unser Leben ist immer die Folge unserer Vorstellung und dem damit verbundenen Verhalten. Veränderung beginnt bei jeder/jedem von uns selbst. Dafür gibt es Freundinnen, Freunde, Partnerinnen, Partner, Kolleginnen, Kollegen, Kinder, Alte, Verwandte, Bekannte. Sie alle liefern mit ihrer Eigenart die „Ware“ für eigene Entwicklungen. Ihr Versagen, ihr Gelingen, ihre Fragen und ihre jeweiligen Antworten auf die Ereignisse „des Lebens“ sind die Inputs für die eigene Entwicklung. Und ich selber werde das ebenfalls für sie, ein Inputgeber für mögliche Veränderungen.

Also dann, ab in die Weite, die Höhe, die Tiefe, das Helle, das Dunkle – auch in uns selbst. Geben wir uns dich Chance und erHOLEN wir uns, damit sich Andere mit uns erholen können. Weil wir es uns wert sind.

Libertarismus – Mensch total?

Heinz Mauch am 31. März 2017 um 14:38

Im Jahr 1982 veröffentlichte Murray N. Rothbard (1926 – 1995) einen längeren Artikel mit dem Titel „Gesetz, Eigentumsrechte und Luftverschmutzung“, in dem er einen marktwirtschaftlichen, auf Privateigentum basierenden Ansatz für Umweltfragen darlegte. Zum Thema Luftverschmutzung schrieb Rothbard:

Wenn A die Luft von B verschmutzt und dies nachgewiesen werden kann, dann ist dies eine Aggression und der Schaden sollte bezahlt werden.

In Wirklichkeit gibt es keine „Umweltprobleme“. Es gibt nur einen menschlichen Konflikt über den Einsatz knapper Ressourcen. Wenn ich zum Beispiel anfange, giftige Chemikalien in Ihren See zu werfen, und Sie damit ein Problem haben, ist dies nicht wirklich ein Umweltproblem. Vielmehr ist es ein Streit über den Besitz des Sees. Wenn ich den See besitze, kann ich damit tun, was ich möchte. Allerdings, wenn ich einen See, der von jemand anderem besessen wird, beschädige, habe ich dessen Eigentum beschädigt und sollte haftbar gemacht werden. Diese Schlussfolgerung hat weitreichende Konsequenzen. Anstatt sich auf staatliche Regulierung zu verlassen, um eine vage definierte „Umwelt“ zu retten, wäre es Aufgabe der Opfer der Verschmutzung, zu beweisen, dass ihnen Unrecht geschah. (Quelle: Beitrag Curtis Williams, 31.03.17 auf misesde.org)

Der rechtsgerichtete Libertarismus versucht, den Staat so klein und unbedeutend wie möglich zu machen. Der Lebensvollzug geschieht zwischen freien Individuen, einen regulierenden Staat, der so etwas wie „Gemeinwohl“ vertritt, gilt es zu vermeiden. Libertare Ideen haben sich seit den achtziger Jahren auch in die liberalen Köpfe unserer Parteien eingenistet und wirken seitdem konsequent. (Weniger Staat). Grundsätzlich wird dem Staat mit Misstrauen begegnet, jegliche Ausweitung staatlicher Tätigkeit wird argwöhnisch bekämpft. Diese Denkart ist in republikanisch organisierten Staatswesen, das mit einem Oppositionssystem arbeitet (bspw USA, BRD, FR, GB etc.) eher angebracht als in einem auf Kooperation und Kompromiss ausgerichteten Gefüge, wie wir es in der Schweiz kennen.

Marktwärts begrüsst die Ausrichtung auf das verantwortliche Handeln der Einzelperson und erachtet es für ein funktionierendes Gemeinwesen als unabdingbar, dass ein freiheitlicher Handlungsraum erhalten und unterhalten wird. Das Spannungsfeld von „ICH und WIR“ muss jedoch von einer Ebene übernommen werden, welche dieses „WIR“ vertritt und damit den Handlungsspielraum des Einzelnen so eingrenzt, dass sich damit beide Seiten möglichst gedeilich entwickeln können. Das Spannungsfeld ist unlösbar, die gewährte Freiheit ist immer entweder zu gross (Überforderung) oder zu klein (Einengung/Regulierung). Dieser Staat muss immer wieder neu verhandelt und austariert werden. Basis dafür ist der „mündige“ Bürger, der Eigeninteresse und übergeordnetes Interesse beurteilen und darüber entscheiden kann. Dafür muss er die Gelegenheit haben und den Einfluss. Dieser ist in der Schweiz immer noch ausserordentlich gross.

Enger Libertarismus sieht den freien, handelnden Menschen als oberste Maxime. Er anerkennt jedoch, dass Fehlverhalten geahndet werden muss. Wie diese Ebene der Ahndung (des Gesetzes) genau aussieht, wird nicht wirklich festgelegt. Dass diese Ebene ihre Rechtssprechung entwickeln und pflegen muss, bleibt ebenfalls nicht erklärt. Kontrolliert wird diese Ebene von den freien Menschen, wie das genau funktioniert (Wahlen?) ist nicht gelöst.

Wer menschliches Zusammenleben reduziert auf die direkten Interaktionen zwischen (freien, verantwortungsbewussten) Individuen malt ein Menschenbild, das in keiner Weise der Realität entspricht. Marktgeschehen ist neben dem individuellen Austausch und dem Geschehen zwischen Organisationen immer ein politisches Handeln, das Auswirkungen hinaus über einzelne Personen und Organisationen hat. Im eingangs erwähnten Umweltproblem wird deutlich, dass die Verschmutzung mit der Lösung unter den Handelnden (Einigung, richterliches Urteil) erledigt ist. Dass mit der Verschmutzung eine Gefährdung des Lebens über die involvierten Parteien hinaus stattfindet erscheint irrelevant. Dies ist eine fatale Fehleinschätzung der systemischen Verhältnisse in denen die Spezies Mensch stattfindet. Insofern neigt der Rechtslibertarismus zu einer Position, die den Menschen über alles stellt. Wenn er gesellschaftlich schon äusserst kritisch mit übergeordneten Ebenen (Staat) umgeht, dann wird es hier geradezu fatal. Umweltprobleme können als Probleme zwischen Individuen beginnen, sie können jedoch eskalieren und erreichen dann eine Ebene, die nicht mehr individuell lösbar ist. Gemeinschaften müssen sich dann verpflichten auf Grundsätze und Normen, die dann von Organisationen und Einzelnen im Alltag umgesetzt werden. Hier kann die Einschränkung gross werden, genauso wie bei jemandem, der 50 Kilo abnehmen sollte und das in nützlicher Frist. Sein Alltag wird dann ebenfalls durch eine Veränderung in der Ernährung und einen viele höheren Bewegungsanteil „reguliert“ werden müssen, ansonsten bleibt das Ziel unerreichbar.

FAZIT

Weltanschauungen, welche übergeordnete Ebenen ausklammern und alles am freien Menschen festmachen sind mit Vorsicht zu geniessen. Der Erfolg der liberalen Weltanschauung durch Schaffung von Privateigentum und Partizipation am Machtgeschehen gilt es vernünftig zu bewahren. Eine Freiheit, die sich über Systeme hinwegsetzt, in die wir uns durch unsere politischen Willensäusserungen eingebunden haben, ist fragwürdig und letztlich gefährlich. Sie neigt zur Überschätzung der Gattung Mensch. marktwärts heisst kritische Auseinandersetzung mit Weltanschauungen jeglicher Couleur und mutiges Engagement im Spannungsfeld von persönlicher Entfaltungsmöglichkeit und gemeinschaftlichem Wohlergehen.

 

Ihr Betriebssystem – updatefähig?

Heinz Mauch am 12. September 2016 um 14:46

Mittlerweile wissen es alle. Computer basieren auf Betriebssystemen. Diese Betriebssysteme sind verschieden, eines ist jedoch bei allen gleich: sie müssen von Zeit zu Zeit erneuert, überarbeitet „refreshed“ werden. Wir Menschen sind zwar keine Computer, doch basieren auch wir neben den Materiellen/biologischen Grundlagen über ein Set an „Programmen“, die dafür sorgen, dass wir so stabil wie möglich durch unserer Alltag kommen. Doch auch hier ist von Zeit zu Zeit ein update angebracht – und vor allem ein Grundhaltung, die solche updates zulässt.

Alles klar, wir sind keine Maschinen. Wir bauen Maschinen und während wir Maschinen bauen, verändern diese unser Denken und unsere Sprache und wir reden so, dass man manchmal das Gefühl bekommt, wir wären lieber Maschinen als Menschen. Maschinen können viel mehr leisten als wir. Maschinen sind zuverlässiger, berechenbarer. Deshalb ist es wichtig, dass wir auch zuverlässig und berechenbar sind. Maschinen lösen Probleme gründlich und logisch. Maschinen sind vom Menschen entwickelte und optimierte Organisationseinheiten mit einer klaren Aufgabe, die sie lösen müssen.

Für uns ist es klar, dass diese Maschinen immer wieder überarbeitet werden müssen, damit sie die gestellte Aufgabe noch besser (schneller, präziser) lösen können. Wir Menschen gehen davon aus, dass wir das grundsätzlich nicht nötig haben. Wir sind ja Menschen. Und dabei besteht unsere „Programmierung“ aus einer Zeit, die schon vorüber ist. Unsere ersten Programmierer (Eltern) waren mindestens 25 bis 30 Jahre älter als wir, sie haben den Grundraster gelegt, der zusammen mit den genetischen Gegebenheiten unseren „Charakter“ bildet. Was danach kommt, wird alles über diesen Grundraster gefiltert und in unsere Biografie eingeordnet.

Das ist das ganze Leben lang so. Wer sich selbskritisch mit diesem Grundraster beschäftigt und zum Schluss kommt, dass es da Inhalte gibt, die ihm nicht entsprechen, macht sich auf einen langen Weg der persönlichen Veränderung und stellt dabei fest, dass es nichts gibt, das nicht geglaubt oder abgelehnt werden kann. Und er/sie stellt fest, dass es Interessen gibt, die sich mit ihrer Art der Darstellung durchsetzen wollen und, bei genügend Zustimmung, auch durchsetzen können.

Deshalb lohnt es, sich von Zeit zu Zeit immer mal wieder zu fragen, ob das, was man persönlich für unumstösslich richtig hält, das auch wirklich ist und ob es Inhalte gibt, deren Überprüfung eine persönliche Erweiterung des gegenwärtigen Wahrnehmungs- und Handlungshorizontes bringen.

In Zeiten, wo es wieder „in“ ist, sich an öffentlichen Veranstaltungen abschätzig über einzelne Menschen oder ganze Gruppen zu äussern, lohnt es sich, eigene Beschränktheiten und Rassismen (Sie haben welche, das garantiere ich Ihnen!) etwas näher zu betrachten. Europäisches männliches Denken ist weltumspannend. Abweichungen davon sind nicht gerne gesehen. Auflehnungen gegen diese Art der Weltdeutung sind Bedrohungen – sei es politisch oder wirtschaftlich.

Und Sie – was tun Sie dafür, dass sich Ihre Denke entwickelt? Lassen sie sich abfüllen mit Wissen in Weiterbildungskursen und konzentrieren sich dabei auf ihr Fachgebiet oder sind sie hie und da mal ganz woanders unterwegs? Machen sie vielleicht sogar eigene Aufzeichnungen über Erlebnisse, Begegnungen, Bücher und Lehrveranstaltungen und integrieren diese in ihre Welt, auch wenn sie unangenehm sind und Festgefügtes in Frage stellen? Wenn ja, dann sind Sie updatefähig und ihr Betriebssystem hat die Chance sich immer wieder neu einzustellen. Wenn nein – dann geben Sie sich die Chance, die Welt auch ganz anders zu sehen und damit auf Lösungen zu kommen, die vorher unmöglich schienen. Sie entscheiden. marktwärts – weil anders birgt Chancen.

 

Unternehmerisch Leben

Heinz Mauch am 7. Juni 2016 um 09:05

«Jeder kann unternehmerisch erfolgreich sein. Es gibt ein Muster, dass man häufig mehrfach scheitert und dann Erfolg hat. Entrepeneurship ist Erfahrung. (…) Ich muss mehrfach scheitern, möglichst billig und schnell, dann möglichst besser scheitern, dann habe ich irgendwann Erfolg. Scheitern ist ein Teil des Erfolges, es ist kein Gegenstück dazu. (…)»

In 7 Zügen zur Selbständigkeit

In 7 Zügen zur Selbständigkeit

Sind sie ein Mensch, den man als unternehmerischen Menschen erkennen kann? Unternehmerische Menschen lösen Probleme. Nicht nur die eigenen, sondern auch diejenigen von anderen. Gönnen Sie sich 5 Minuten und folgen Sie den Gedanken von Dietmar Grichnik. Sie finden seine Ausführung unter www.unisg.ch       Für marktwärts bietet er einen weiteren Ansatz für zukunftsfähige Lebensgestaltung. Vielleicht genau denjenigen, der Sie in Bewegung bringt. Buch: Unternimm dein Leben, Hanser Verlag, ISBN 978-3-44631-1

Unternehmerische Kultur – und ich?

Heinz Mauch am 20. Mai 2016 um 14:41

«Vor über 30 Jahren schrieb der Management-Vordenker Peter Drucker ein bahnbrechendes Buch mit den Titel „Innovation und Entrepeneurial Society“. Darin prophezeite er den Wandel einer Gesellschaft aus Angestellten zu einer „unternehmerisch denkenden“ Gesellschaft. Seine Beobachtung machte er an vielerlei Entwicklungen fest, darunter auch an dem schon damals schon sichtbaren demografischen Wandel, dem technologischen Fortschritt und der bereits an Fahrt gewinnenden Globalisierung.» Richard Staub in Harvard Review

Wir schreiben mittlerweile das Jahr 2016 und haben gewaltige Veränderungen hinter uns. Gesprochen wird dabei meistens von Krisen, weil die Veränderungen tausende von Jobs wegrasierten und weil unser Arbeitssystem so fatal designt ist, das jemand ab 50 schon ein wirklich gesuchter Spezialist sein muss, damit es auf Anhieb wieder klappt mit einer Anstellung.

 

Drucker ging davon aus, dass das traditionelle Verhältnis von Arbeitgeber und Arbeitnehmer sich verschieben werde. Er zitiert den Ökonomen Josef Schumpeter damit, dass eine unternehmerische Gesellschaft eine vielversprechendere Zukunft habe, als das bestehende klassische Modell. Seine Vorstellungen waren kapitalistisch, der Finanz- und Bankensektor spielte bei ihm jedoch nur eine dienende und keine dominierende Rolle, wie das dann geschehen ist.

 

Eine unternehmerische Gesellschaft entdeckt Kooperation neu und vernetzt sich über Kompetenzen und Persönlichkeiten für Projekte ohne das Ziel, als ein Unternehmen zu bestehen. Die Strukturen sind auf eine solche Arbeitswelt in keiner Weise ausgerichtet. Die tragenden Werte der unternehmerischen Gesellschaft sind Eigenverantwortung, Vertrauenswürdigkeit, Zuverlässigkeit, Kooperationsbereitschaft, Lösungsorientierung, Teamfähigkeit bei hohem eigenen Spielraum, Lernfähigkeit und Verantwortlichkeit. Die Früchte sind Unabhängigkeit, Flexibilität, tragfähige Beziehungen, vielseitige Erfahrungen und Toleranz.

Für marktwärts ist der unternehmerische Denkansatz für unsere Gesellschaft Programm. Dabei ist eine Mutter genau so mitgemeint, wie der Chef eines Gewerbebetriebes oder die Managerin in der Exportfirma. Die unternehmerische Sichtweise ist weit mehr als eine kaufmännische Optik. Kosten und Nutzen beziehen auch persönliche Ressourcen und gemeinschaftliche Gewinne mit ein und führen auf diese Weise Qualität über den materiellen Wert hinaus in die ideelle Ebene. Eine unternehmerische Gesellschaft betrachtet jeden Menschen als Unternehmen und jede Tätigkeit als unternehmerisch. Ob Kinder grossziehen, Heizungen reparieren, mit dem Lebenspartner Ferien planen, ein neues Medikament entwickeln oder politische Entscheidungen vorbereiten und umsetzen: Alles ist unternehmerisch, überall gibt es Projekte und überall braucht es jemanden, der sich engagiert. Unternehmerische Lebensführung geschieht nicht von Natur aus, immer noch sorgen unsere Erziehung und viele Unternehmenskulturen dafür, dass der Unternehmergeist in Schranken gewiesen wird und jegliches eigenes Engagement als sinnlos erscheinen lassen. Dienst nach Vorschrift, klare Trennung von Arbeit und Freizeit sind dann die teuren Folgen. marktwärts leben geht anders, bei marktwärts können Sie es trainieren.

marktwärts Personal Good Governance: Module für die unternehmerische Lebensführung.

PS: Die laufende Diskussion über das bedingungslose Grundeinkommen zeigt an, welche Themen in Zukunft auf der Agenda auftauchen werden. Mit herkömmlichem „In the box-Denken“ sind diese Themen kaum zu bewältigen. Mit einem Denken jedoch, das jede/n Einzelne/n als Ressource und Möglichkeit zu sehen vermag, bieten sich neue Lösungswege an. Die Veränderung kommt nicht heute, doch sie kommt, sie ist bereits unterwegs.

Null Bock auf Job

Heinz Mauch am 30. März 2016 um 21:47

 

«Jeden Morgen aufstehen und zur Arbeit gehen. Das muss nicht sein. Bevor Sie Ihre Arbeitskraft einem Arbeitgeber zur Verfügung stellen, der sich nur auf Ihre Kosten profilieren und bereichern will, verzichten Sie auf die Rolle als Arbeitnehmer. Nachfolgend ein paar todsichere Tipps, bei deren  Befolgung Sie sicher keinen Job erhalten.»

Erstens

Sie haben keinen Karriereplan. Sehr gut! Sie haben keine Vorstellung was Sie am liebsten tun möchten und Sie haben keine Idee, was Sie einmal verdienen möchten oder ob Sie eine Führungsfunktion einnehmen wollen – oder eben nicht und was Sie bereit sind, für einen höheren Lohn oder eine anspruchsvollere Position zu leisten.

Zweitens

Im Zentrum steht das Gehalt. Sie wissen zwar nicht, was Sie arbeiten wollen, doch in Sachen Lohn sind ihre Vorstellungen astrein. Unter 10’000 (zehntausend) geht gar nichts. Ab 10T beginnt die Arbeit Spass zu machen, darunter ist es reines Überleben – das geht gar nicht.

Drittens

Nur nicht auffallen. Wer auffällt, dem halsen sie nur mehr Arbeit auf, wer auffällt, fällt negativ auf, daran erinnert man sich. Wer nicht auffällt, hat keine Probleme.

Viertens

Bloss nicht weiterbilden. Weiterbildung kostet Zeit und Geld und bringt für die Arbeit praktisch nichts. Wer sich weiterbildet, ist ein Streber und fällt auf. Wer clever ist, der lernt bei der Arbeit genug und fragen kostet ja nichts. Nur nicht zu oft fragen, das fällt auf.

Fünftens

My Home is my Castle. Für Sie ist klar, so schnell wie möglich ein eigenes Haus. Flexibilität sicher, jedoch alles in einem bestimmten Rahmen. Und wenn da Familie kommt, ist das Haus schon bereit.

Sechstens

Sie wissen es besser. Dort, wo Sie zusagen, gewinnt die Firma Know-how. Sie haben Erfahrung, Sie haben den Überblick, dank Ihnen geht es aufwärts. Und wenn nicht, sind die Andern zu dumm für Sie. Nix wie weg.

Siebtens

Schuld sind die Andern. Dank Ihrer Souveränität könnten Entscheide schneller gefällt und damit die Produktivität entscheidend verbessert werden. Leider können Ihnen die Meisten nicht folgen, deshalb sind Sie wählerisch und lassen sich nicht von jedem Erstbesten anstellen.

Falls Sie mit keinem der oben aufgeführten Tipps etwas anfangen können, sind Sie jobgefährdet. Sie müssen damit rechnen, dass man Sie anstellt und -welch Oberpech- unter Umständen in höhere Positionen weiterempfiehlt. Sollten die Tipps in Ihnen bekannte positivzwiespältige Gefühle wecken … marktwärts hilft weiter.

Unternehmenskultur: Apfel und Banane

Heinz Mauch am 11. Januar 2016 um 17:09

Wer Äpfel und Bananen in derselben Früchteschale aufbewahrt, muss sich nicht wundern, dass die Bananen relativ schnell altern und Flecken bekommen. Äpfel geben viel Ethen (Ethylen) an die Umwelt ab und bewirken dadurch die raschere Alterung der Bananen.

Vielleicht liegt es einfach in ihrer "Natur", wenn zwei MitarbeiterInnen Probleme miteinander haben. Der Umgang mit solchen Situationen kann gelernt werden und am Ende allen Beteiligten etwas bringen.

Vielleicht liegt es einfach in ihrer „Natur“, wenn zwei MitarbeiterInnen Probleme miteinander haben. Der Umgang mit solchen Situationen kann gelernt werden und am Ende allen Beteiligten etwas bringen.

So könnte man vielleicht auch mal das Verhältnis von Menschen sehen, die miteinander am Arbeitsplatz funktionieren müssen. Vielleicht trifft da im übertragenen Sinne auch hie und da mal ein „Apfel“ auf eine „Banane“ und die „Banane“ altert dann ziemlich rasch. Solche Erfahrungen haben die meisten von uns bereits gemacht. Entweder haben wir bei anderen wiederholt „alt ausgesehene“ oder wir selber haben dafür gesorgt, dass der Andere bei uns alt aussieht. Man kann dann natürlich aufwendig mit Coachings versuchen, die Situation zu bereinigen. Bringen tut es nichts. Wir müssen akzeptieren, dass es einfach sein kann, dass zwei einander nicht guttun, weil ihre „Natur“ nicht dafür gemacht ist,, miteinander (in derselben Schüssel) auszukommen.

Das heisst, wenn sich nach 2, 3 Vorfällen keine Beruhigung der Situation einstellt, dann müssen die beiden getrennt werden.

Es kann jedoch auch sein, dass es einer „Banane“ guttut, wenn sie eine zeitlang mit einem Apfel zusammenarbeiten muss. Die „Banane“ wird in Gegenwart des Apfels schneller reif und kann so im eigenen Arbeitsfeld reüssieren. Doch muss klar sein, dass eine rechtzeitige Trennung unbedingt notwendig ist, damit die Banane nicht zu sehr Schaden nimmt. Unerfahrene „grüne“ Mitarbeiter können auf diese Weise rascher an die „Realitäten“ einer Arbeit herangeführt werden und so von den gemachten Erfahrungen in kurzer Zeit profitieren.

 

marktwärts

Es ist wichtig, sich immer wieder bewusst zu machen, wer, welcher Typ Mensch, für einem selber der „Apfel“ ist und für wen man selbst ein Apfel ist, der solche Reaktionen auslöst. Daraus gilt es dann, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen und entweder betriebsintern umzustellen und damit gewisse Konstellationen zu verändern oder dem Mitarbeiter oder sich selber die Kündigung und den Austritt nahezulegen.

Die Rücksichtnahme auf natürliche Wechselwirkungen und die Anerkennung derselben verhindert lange Konflikte und führt zu einem angemesseren Umgang mit den Vorgesetzten und Mitarbeitern. Es ist das Anerkennen, dass etwas einfach so ist, wie es ist und dass es deshalb nur befreiend ist, wenn man sich aus der Beziehung löst. Die Erarbeitung von Alternativen und möglichen Perspektiven erhält so eine motivierende Komponente und setzt Energie frei, die ansonsten einfach von der „altmachenden“ Beziehung „aufgefressen“ wird. Wie man das macht, kann man bei marktwärts lernen und trainieren.

Optimiert Weihnachten

Heinz Mauch am 5. November 2015 um 10:27

Und bereits ist sie wieder überall gegenwärtig – die Weihnachtszeit. Wie viel Energie wird alljährlich in die Durchführung einer einigermassen zufriedenstellenden Weihnachtsfeier investiert? Und wie oft bleibt danach das schale Gefühl, es wieder nicht ganz optimal hingekriegt zu haben? Das muss nicht sein.

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Bernd Strauss, Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre kennt die Lösungsansätze, welche die Beschäftigung mit dem Phänomen „Weihnachten“ auf eine ganz neue Ebene stellt. Die Vorstellung der wirkungsvollsten Werkzeuge für eine nutzbringende Umsetzung der mit dem Weihnachstfest verbundenen Projekte bringt rasch die notwendigen Einsichten.

Weihnachtszielplanung, bedürfnisgerechte Geschenkwunschermittlung, kalorienoptimale Guetzliproduktion, Weihnachtskarten-Portfolioanalyse, Geschenkbudgetanalyse undundund… Endlich wird das Thema auf einem angemessenen Niveau auch für Laien leichtverständlich ausgelotet und mit sofort praktisch umsetzbaren Tipps in das reale Leben integriert.

Der „Case Family Gutenburg“ (2 Erwachsene, 2 Kinder) dient als Referenz für die diversen Problemfelder, welche für eine erfolgreiche, besinnlich maximierte Weihnachtsfeier gelöst werden müssen. Wer Weihnachten emotional sinnvoll in die eigene Lebensführung verorten will, erhält mit dem vorliegenden Werk eine Grundlage für zukünftig allseitig erfolgreichere Festdurchführungen.

Buch: Optimiert Weihnachten, Bernd Strauss, Gabler – GWV Fachverlag GmbH, Wiesbaden
PS: Und wem das Ganze irgendwie nicht ganz geheuer ist, weil er/sie betriebswirtschaftliche Problemlösungsansätze für sein Privatleben als nicht adäquat betrachtet, erhält die Gelegenheit zu entdecken, dass es auch bei ihm/ihr an der Zeit geworden ist, das eigene Leben betriebswirtschaftlich-kritisch zu hinterfragen. Dabei muss einem das Lachen nicht vergehen, es darf dazwischen einfach hie und da heilsam im Hals stecken bleiben.