Märkte bestehen aus Menschen

Wer das Gespräch als Grundlage des „Marktgeschehens“ proklamiert, ist nur konsequent, wenn er daraus folgert, dass Menschen für die Qualität der Gespräche und damit für die Qualität der Märkte verantwortlich sind. Die ganze These 2 lautet: Märkte bestehen aus Menschen und nicht aus demografischen Segmenten.

Die Einteilung der Märkte in Zielgruppen und Segmente ist ja nicht grundlegend falsch. Falsch wird es dann, wenn man glaubt „DAS IST ES!“ Zielgruppen und Segmente sind Modelle für beobachtet Realitäten. Diese Realitäten haben jedoch die Eigenschaft sich laufend zu verändern. Deshalb kann es sein, dass Modelle veralten und neue Sichtweisen her müssen. Was jedoch hinter all diesen Veränderungen sich selbst verändernd bleibt, ist der Mensch. Der Mensch als UnternehmerIn, der Mensch als KonsumentIn. Der Mensch als VerweigererIn. Der Mensch als ErmöglicherIn, als AntreiberIn und VerhindererIn, als VisionärIn und ZerstörerIn.

Die Wahrnehmung des Menschen als mehr, denn nur als Mittel zum Zweck, die Wahrnehmung des Menschen als Gegenüber und damit als Chance zur Verbesserung, zur Innovation, verändert wirtschaftliches Handeln in Richtung Qualität und bleibt nicht einfach bei Quantitäten stecken. Auch wenn es immer Menschen geben mag, die mit Quantität alleine zufrieden sind.

Dass zukünftiges Wachstum nicht mehr einfach über quantitative Grössen zu erreichen ist, wird zunehmend deutlich. Das Nachdenken über Qualität als Wachstumsschlüssel muss in den kommenden Jahren Allgemeingut werden. Hier haben wir in der Schweiz eine hervorragende Ausgangslage. Menschen haben die heutigen Herausforderungen geschaffen und Menschen werden diese Herausforderungen anpacken und lösen oder scheitern. Wenn Menschen scheitern, scheitern Märkte – und machen Platz für neue Menschen und für Menschen, die ihre Lektion im Scheitern gelernt haben, es entstehen neue Märkte und lernfähige Märkte . Diese Prozesse sind äusserst schmerzhaft und verlangen eine Kultur, die sich nicht hinter den Sachzwängen verschanzt, die Vergangenheit glorifiziert und nur Schuldige benennt, sondern ermutigend neue Modelle entwickelt, wo Menschen und damit Märkte wieder ihren Platz einnehmen können.

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